Was hat Geocaching mit Berufsorientierung zu tun? Und sollten wir uns im Marketing mit Zeitreisen befassen?

Es waren immer schon die überraschenden Antworten auf vermeintlich einfache Fragen, die mich am meisten fasziniert haben. So war die Frage, warum ich ausgerechnet ein betriebswirtschaftliches Studium gewählt habe, für mich einfach zu beantworten: „Ich muss verstehen, wie etwas funktioniert, wenn ich es verändern möchte!“ Die Konsequenz: Private und berufliche Grenzgänge, die mich immer wieder die Abenteuer im Alltag spüren lassen.

Es sind Menschen, die handeln und Dinge unternehmen! Fremde Kulturen erleben, faszinierende Entdeckungen machen, ungewöhnliche Orte erkunden, unvergessliche Erlebnisse schaffen und miteinander teilen – dafür schaffe ich gerne Spielräume, die nachhaltige Erfahrungen möglich und überraschende Lösungen möglich machen. Impulse freisetzen bedeutet für mich, in Möglichkeiten zu denken. In meiner Eigenschaft als Dozent und Coach ist es mir wichtig, Menschen in der Praxis weiter zu bringen und den Alltag begreifbar zu machen. Aber eben auch darum, immer wieder auch die Perspektive zu wechseln und querzudenken.

Nach meinem Studium mit dem Schwerpunkt interkulturelles Management fing ich an im Prozess- und Projektmanagement eines IT-Dienstleisters zu arbeiten. „Zu Dir komme ich gerne. Du bist immer mit Engagement dabei und verstehst wirklich, was ich sage.“ In dieser Zeit wurde mir bewusst, dass meine Menschenkenntnis und Empathie anderen gegenüber schon immer das waren, warum ich oft um Rat gebeten wurde oder wieso gerade ich während meiner Schul- und Studienzeit Nachhilfe gab oder bei Kinderfreizeiten als Betreuer dabei war. Die Weiterentwicklung und Potenzialentfaltung von Anderen lagen mir also schon immer am Herzen und genau das habe ich jetzt zu meiner Berufung gemacht.

Auch die Arbeit mit internationalen Teams fühlte sich für mich von Anfang an sehr vertraut an. Vielleicht lag das daran, dass ich in einem Umfeld groß geworden bin, in dem unterschiedliche Kulturen und Nationalitäten eher die Regel waren als die Ausnahme. Als wären die Erfahrungen, die ich im Grenzgebiet zwischen Baden und Schwaben sammeln durfte nicht genug, lebten in der Nachbarschaft italienische, griechische, spanische, kroatische, serbische und türkische Kinder – insgesamt also eine bunte Mischung, die mich als Mensch geprägt hat. Beruflich und privat suche ich daher immer wieder nach Wegen, wie kulturelle Unterschiede nicht tabuisiert oder in „political correctness“ neutralisiert, sondern angepackt, diskutiert und mit Wertschätzung und Humor kreativ genutzt werden können. Interkulturelle Kompetenz wird in dieser Form für mich zur Plattform für Zukunftslösungen.

Mit der Zeit wurde meine Arbeit im Prozess- und Projektmanagement immer mehr geprägt durch interne Schulungen der Mitarbeiter. In dieser Zeit entstand das erste Mal die Idee, mich pädagogisch weiterzubilden. Diese Idee setzte ich dann auch in die Tat um. Und siehe da: Genau das war die ideale Ergänzung zum interkulturellen Management. Dabei war ichpersönlich immer davon fasziniert, mitzuerleben, wie einzigartig Menschen sind. „Was ist Dir in dem was Du tust wirklich wichtig?“ werde ich oft gefragt. Und so wirklich glücklich macht mich immer wieder, wenn Menschen mit meiner Hilfe Wege finden, ihre Vorstellungen umzusetzen und sie Wirklichkeit werden zu lassen. Dazu nutze ich eher spezielle und unspezifische Tätigkeiten wie hören, sehen, spüren, achten, ernstnehmen, verstehen, fragen, wertschätzen, öffnen, Raum geben, ausprobieren, anregen, zutrauen, ermutigen, begleiten und immer wieder ausprobieren. Meine Erfahrungen aus vielen Projekten und Mitarbeiterschulungen ist: Wenn ich Menschen was Gutes tun will, dann sollte ich sie flexibler machen. Und das geht nur, indem ich sie fordere und mit ihnen persönlich daran arbeite, dass diese Menschen es schaffen können, sich langfristig in einer Welt zu orientieren, die sich gerade merklich verändert. Spielfelder wie Lernpsychologie und Pädagogik helfen mir gerade dabei, dieses Ziel auch in der Praxis umzusetzen.

Heute nutze ich all das als freiberuflicher Dozent, Trainer und Coach für interkulturelles Management, Nachhaltigkeit und Erlebnispädagogik. Meine Erfahrungen und Fähigkeiten, meine Wahrnehmung und meine Intuition nutze ich gerne beruflich. Für Erwachsene, für Firmen, aber nach wie vor auch immer noch für Kinder und Schulen. Für mich geht es vor allem darum, sozialer, menschlicher und ressourcenschonender zu denken. Beziehungen aufbauen und Bindungen schaffen sind in meiner Welt die Voraussetzung dafür, die eigenen Potenziale erfahrbar zu machen und spielerische sowie sinnvolle Lösungen zu spannenden Fragen zu finden. Meine tägliche Motivation dabei ist immer wieder, hautnah zu erleben, wie viele unterschiedliche Denk-, Sicht- und Lebensweisen es gibt, wie viele Wege es gibt, die am Ende zum Ziel führen.